Yeih wir werden älter! Episode 2: Demenz – Eine Krankheit im Vormarsch

SarahMedizin und PflegeLeave a Comment

Orientierungslosigkeit durch Demenz
Leider ist die längere Lebenserwartung nicht nur mit positiven Dingen behaftet: Eine ist die steigenden Krankheit Demenz.

Jedes Jahr erkranken weltweit etwa 10 Millionen Menschen an Demenz. Das bedeutet, dass alle 3,2 Sekunden eine neue Person betroffen ist.1)

Der Name stammt aus dem lateinischen:
de=weg von, ohne
menz = Geist, Verstand

Wie der Name daher schon sagt versteht man darunter eine chronische und fortschreitende Gehirnerkrankung von welcher überwiegend Personen ab dem 65. Lebensjahr betroffen sind. Diese Gehirnerkrankung hat zur Folge dass die geistigen Fähigkeiten abnehmen.

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Statistik: Risiko im Alter

Es gibt unterschiedliche Formen und Stufen der Demenz jedoch die Folgen sind ähnlich und beziehen sich auf Einschränkungen der Gedächtnisleistung, des Denkvermögen und praktischen Alltagsfähigkeiten. Neben den direkten Folgen, die auf die Krankheit zurückzuführen sind, haben an Demenz erkrankte Personen ein erhöhtes Risiko für weitere Verletzungen wie beispielsweise Knochenbrüche durch Stürze, Erfrierungen durch Desorientiertheit oder Verbrennungen von nicht ausgeschalteten Herdplatten. Nur um einige zu nennen.2)

Orientierungslosigkeit als erste Kennzeichen von Demenz

Was zu Beginn noch als lustiger, einmaliger Fehler betrachtet wird – wenn beispielsweise die Brille oder das Portemonnaie verlegt und dann an einem ungewöhnlichen Ort wie der Kühlschrank wiedergefunden wird – kann sehr schnell zu bedrohlichen Folgen führen und sind nur erste Anzeichen. 3)

Die Problematik ist dass die Patienten ab einem bestimmten Zeitpunkt kein Gefühl mehr für die Zeit haben. Sie leben im „Damals“. Aufgrund dessen sind ihre Handlungen oftmals nicht nachvollziehbar da sie sich auf frühere Verhältnisse beziehen. Beispielsweise möchten sie bereits verstorbene Personen besuchen oder „wohnen“ wieder bei ihren Eltern.

Wenn Personen mit Demenz weglaufen, dann liegt das Ziel oftmals in der Vergangenheit und ist teilweise auch gar nicht mehr vorhanden. Für außenstehende ist dies oftmals nicht nachvollziehbar. Genau darin liegt die Gefahr. Durch die zusätzliche Problematik dass den Patienten die Orientierung fehlt sind sie oftmals unauffindbar. Insbesondere im Winter kann dies lebensbedrohliche Folgen haben und jede Minute zählt wenn eine Person unauffindbar ist.4)

Aufgrund dessen wird vermehrt in der häuslichen, als auch in der stationären Pflege auf Alarmsysteme gesetzt damit die betreute Person nicht ungeachtet das Bett bzw. auch das Haus verlassen kann. Diese Systeme werden stetig weiterentwickelt damit sie sich besser in den Pflegealltag integrieren lassen und insbesondere gerade für die häusliche Pflege leistbar sind.

1) World Alzheimer Report 2015
2) https://www.netdoktor.at/krankheit/demenz-7534
3) https://www.pflege.de/leben-im-alter/krankheiten/demenz/
4) https://www.pflege-durch-angehoerige.de/2016/03/05/wenn-menschen-mit-demenz-weglaufen/

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