Yeih – wir werden älter! Aber was hat der demografische Wandel für Folgen? – Episode 1

Sarah SchachenhoferMedizin und PflegeLeave a Comment

demografische Wandel - Bevölkerungspyramide
Der demografische Wandel ist nichts mehr neues. Aber genau deshalb, da er nicht mehr wegzudenken ist, müssen wir uns damit auseinandersetzen. Neue Lösungen sind gefragter denn je!

Wir werden oft gefragt warum wir uns mit dem Thema Pflege auseinandersetzen. Da es doch ganz bestimmt für ein junges Unternehmen „attraktivere“ Themen gibt die auch lieber geteilt, diskutiert und weitererzählt werden. Natürlich denn was bringt mehr Aufmerksamkeit – Produktdesign für einen Rollator oder doch lieber für eine Drohne? Wer umgibt sich eigentlich schon gerne mit „Problemen“ – insbesondere mit „unschönen“ Problemen mit denen man nie konfrontiert werden möchte? Inkontinenz und Demenz fallen definitiv darunter und insbesondere Inkontinenz ist heutzutage immer noch ein großes Tabu-Thema.

Genau aber das finden wir spannend. Ein Bereich wo man Menschen unterstützen und helfen kann. Aufgrund oben genannten Gründen gibt es definitiv zu wenige, wirkliche Innovationen und praktische Lösungen für den Pflegebereich.

Wir möchten Sie nicht mit dem demografischen Wandel nerven – davon haben Sie mindestens schon genau so viel gehört wie wir. Dennoch ist genau dies wirklich nicht außer Acht zu lassen weil es uns die nächsten Jahrzehnte immer mehr betreffen wird. Und ganz ehrlich gesagt – wenn wir in dieses alter kommen, möchten wir dass die unterstützenden Möglichkeiten und Produkte sich definitiv geändert haben!

Die Bevölkerungspyramide mit dem demografischen Wandel – jeder spricht darüber aber handelt man auch?

Die Bevölkerungspyramide zeigt klar dass wir älter werden und der Anteil der über 85 Jährigen extrem steigen wird. 2015 wurde von Eurostat eine Prognose ausgegeben die veranschaulicht was die Auswirkungen der „Babyboomer“ und die aktuell niedrigen Geburtenzahlen bis 2080 hat. Bis 2080 wird der Anteil der über 85 jährigen auf über 8% steigen (aktuell ca. 3%) und damit erwerbsfähigen Personen eindeutig schrumpfen.

demografische Wandel - Bevölkerungspyramide - Eurostat - Statistik 2080

Demografische Wandel – Bevölkerungspyramide

Prinzipiell ist eine gestiegene Lebenserwartung ja etwas Gutes. Die Zeit kann genossen werden, Urlaube getätigt, genügend Zeit für die Enkel, unterschiedliche Hobbies uvm.. Was sich natürlich auch bei den richtigen Angeboten positiv auf die Wirtschaft auswirken kann.

Die Problematik beginnt wenn es anfängt mehr als nur zu „zwicken“

Jedoch leider nur so lange wie man selbstständig und ohne Abhängigkeit anderer gesund leben kann. Die Beschwerden im Alter nehmen zu und alltägliche Dinge können beschwerlicher werden bis man ohne Unterstützung den Tagesrhythmus gar nicht mehr bewältigen kann. Früher waren es oftmals die eigenen Kinder, die die Unterstützung brachten. Jedoch durch die niedrigen Geburtenzahlen und die Arbeitssituation fallt diese immer häufiger weg. Damit muss auf Lösungen wie betreutes Wohnen, AAL Unterstützung zuhause, 24h Pflege oder andere Pflegeunterstützungen zurückgegriffen werden.

Nichts desto trotz ist bei vielen der Weg ins Pflegeheim unumgänglich. Sobald dies der Fall ist fallen hohe Pflegekosten an. Neben den hohen Kosen stoßen wir hier aber schon an weiterführende Probleme – schon heute gibt es lange Wartezeiten auf Heimplätze und die Zahl von neu errichteten nicht mithalten können.

Genau deshalb ist unserer Meinung nach das Potential für neue Produktlösungen unerlässlich.

Ziele von neuen Produktlösungen:

Lösungen für die Pflege sind gefragt - demografische Wandel

Lösungen sind gefragt

  • Möglichkeit länger zuhause bleiben zu können
  • Effizienzsteigerung – damit Pflege leistbar bleibt
  • Minimierung von vermeidbaren Folgeerkrankungen
  • Mehr Zeit für emotionale Pflege
  • Umweltfeinflüsse minimieren (Inkontinenzmaterialien, Bandagen, Katheder…)

 

Viele Herausforderungen liegen vor uns – denen wir uns aber gerne stellen. Gerne auch gemeinsam mit Ihnen und wir freuen uns über alle Kommentare, Hilfestellungen, Fragen und Problemstellungen. In den nächsten Wochen berichten wir Ihnen mehr über Problemstellungen und aktuelle Lösungen.

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